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MTG-Formate erklärt: alle Arten, Magic zu spielen

Commander, Standard, Pioneer, Modern, Legacy, Vintage, Pauper, Brawl, Oathbreaker, Draft und mehr: Kartenpool, Deckgröße, Spielerzahl und Startlebenspunkte im Überblick.

Von · Aktualisiert 7. Oktober 2026 · 5 Min. Lesezeit

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Weltenbrücke · Illustration von Chase Stone
Kurze Antwort
Magic-Formate unterscheiden sich darin, welche Karten du spielen darfst, wie groß dein Deck ist und wie viele Leute mitspielen. Commander ist das beliebteste Casual-Format: 100 Karten, jede nur einmal, 40 Lebenspunkte, drei oder mehr Spieler. Standard, Pioneer, Modern, Legacy und Vintage sind 1-gegen-1-Formate mit 60 Karten und immer größerem Kartenpool. Draft und Sealed sind Limited-Formate, in denen du ein 40-Karten-Deck aus Boostern baust, die du vor Ort öffnest.
In diesem Artikel

Es gibt viele Arten, Magic zu spielen, und die Namen verraten wenig. Dieser Guide listet jedes wichtige Format mit den vier Dingen, die am Tisch wirklich zählen: welche Karten du spielen darfst, wie groß dein Deck ist, wie viele Leute mitspielen und mit wie vielen Lebenspunkten du startest.

Die Formate auf einen Blick

FormatKartenpoolDeckSpielerLebenspunkte
CommanderFast alle Karten100, jede einmal3+40
StandardNeueste Erweiterungen60+1 gegen 120
PioneerAb Return to Ravnica60+1 gegen 120
ModernAb Eighth Edition und Mirrodin60+1 gegen 120
LegacyAlle Erweiterungen, mit Bannliste60+1 gegen 120
VintageAlle Erweiterungen, mit Liste eingeschränkter Karten60+1 gegen 120
PauperNur Commons60+1 gegen 120
Draft / SealedVor Ort geöffnete Booster40+2–820
Brawl (MTG Arena)Karten auf Arena100, jede einmal1 gegen 125
OathbreakerFast alle Karten60, jede einmal3–520

Constructed-Formate teilen eine Regel aus den Comprehensive Rules (Regel 100.2a): mindestens 60 Karten und höchstens vier Exemplare jeder Karte außer Standardländern, dazu ein Sideboard mit bis zu 15 Karten.

Commander

Die beliebteste Art, casual zu spielen. Du wählst eine legendäre Kreatur als Commander, baust darum ein 100-Karten-Deck mit jeder Karte nur einmal und spielst mit 40 Lebenspunkten gegen zwei oder mehr Gegner.

Jede Karte im Deck muss zur Farbidentität deines Commanders passen (Regel 903.5c), und ein Commander, der dir im Lauf der Partie 21 Kampfschaden zufügt, wirft dich raus. Mehr dazu in unserem Guide zum Commander-Schaden. Wizards veröffentlicht außerdem fünf optionale Commander-Brackets, von Exhibition bis cEDH, damit Spielgruppen Decks mit ähnlicher Stärke zusammenbringen können.

Standard

Nur die neuesten Erweiterungen. Einmal im Jahr, nachdem die erste Premier-Erweiterung des Jahres erschienen ist, rotieren die ältesten Erweiterungen heraus. Mit diesem Format fangen die meisten neuen Spieler im Laden und auf MTG Arena an.

Pioneer

Ein Format ohne Rotation: jede Erweiterung ab Return to Ravnica (2012). Dein Deck verliert keine Karten, wenn Standard rotiert, und der Kartenpool ist viel kleiner als der von Modern.

Modern

Karten ab Eighth Edition und Mirrodin (2003), also mehr als zwei Jahrzehnte an Erweiterungen. Ein großer Kartenpool mit schnellen, starken Decks, und ebenfalls ohne Rotation.

Legacy und Vintage

Beide nutzen jede Magic-Erweiterung, die je gedruckt wurde. Der Unterschied liegt darin, wie sie mit den stärksten Karten umgehen:

  • Legacy hat eine Bannliste. Karten darauf darfst du gar nicht spielen.
  • Vintage schließt weniger Karten aus und setzt andere auf eine Liste eingeschränkter Karten: Von denen darfst du genau ein Exemplar spielen.

Pauper

Jede Karte muss in einem Papier-Magic-Produkt oder auf Magic Online als Common gedruckt worden sein. Wenn das irgendwann der Fall war, ist jede Version der Karte legal. Pauper ist günstig zum Einsteigen und trotzdem kompetitiv.

Draft und Sealed

Die beiden Limited-Formate. Du baust dein Deck aus Boostern, die vor Ort geöffnet werden, und die Mindestgröße ist 40 Karten (Regel 100.2b).

  • Booster Draft: Jeder öffnet einen Booster, nimmt eine Karte und gibt den Rest weiter. So öffnest du drei Booster und hast am Ende etwa 45 Karten, aus denen du baust.
  • Sealed: Du öffnest deine Booster und baust direkt daraus, ohne Weitergeben.

Brawl

Auf MTG Arena ist Brawl eine 1-gegen-1-Version von Commander: 100 Karten, jede einmal, eine legendäre Kreatur oder ein legendärer Planeswalker als Commander, 25 Lebenspunkte und jede Karte, die es auf Arena gibt. Wie bei jedem Brawl gilt die Regel für Commander-Schaden nicht (Regel 903.12h). Die Comprehensive Rules beschreiben außerdem eine 60-Karten-Version aus Standard-Erweiterungen, mit 25 Lebenspunkten im 1 gegen 1 und 30 im Multiplayer.

Oathbreaker

Ein Multiplayer-Format mit 60 Karten für 3 bis 5 Spieler (offiziell auf Deutsch „Eidbrecher“). Statt einer Kreatur bekommst du einen Planeswalker als deinen Oathbreaker, dazu einen Signature Spell, also eine Spontanzauber- oder Hexerei-Karte, die du aus der Kommandozone wirken kannst, solange dein Oathbreaker im Spiel ist. Alle starten mit 20 Lebenspunkten. Unser Oathbreaker-Guide erklärt Signature Spell, Steuer und Bannliste.

Community-Formate

Diese Formate betreut nicht Wizards, ihre Regeln kommen von eigenen Komitees:

  • Pauper Commander (PDH): eine Uncommon-Kreatur als Commander, 99 Commons, 30 Lebenspunkte und 16 Commander-Schaden.
  • Duel Commander: Commander im 1 gegen 1 mit 20 Lebenspunkten, eigener Bannliste und ohne Commander-Schaden.

Casual-Varianten

Manche Spielweisen ändern das Spiel statt des Kartenpools:

  • Two-Headed Giant: Zweierteams teilen sich einen Lebenspunktestand von 30.
  • Erzfeind: Ein Spieler mit 40 Lebenspunkten und einem Komplott-Deck gegen ein Team mit je 20 Lebenspunkten.
  • Planechase: Jeder bringt ein Deck aus Welten mit, und die aktive Welt ändert die Regeln, bis jemand weltenwandert.

Die genauen Startlebenspunkte und Giftmarken-Grenzen für all diese Varianten findest du unter Startlebenspunkte in jedem Format.

Formate nur auf Arena

Alchemy, Historic und Timeless gibt es nur auf MTG Arena, gespielt mit den Karten, die es dort gibt. Alchemy ist das Format, das auf rein digitalen Karten aufbaut.

Am Tisch mitzählen

Der Lebenspunktestand ist das Einzige, was alle Formate gemeinsam haben, und er ist in fast jedem anders.

Lotus merkt sich Startlebenspunkte für 2 Spieler und Startlebenspunkte ab 3 Spielern, standardmäßig 20 und 40. Wechselst du also von Modern zu Commander, stimmt die Zahl sofort. Für Formate wie PDH, Brawl oder Two-Headed Giant kannst du eigene Werte festlegen, und Lotus hat auch Modi für Erzfeind und Planechase.

FAQ

Welches MTG-Format ist am beliebtesten?
Commander ist das meistgespielte Casual-Format. Für Commander erscheinen die meisten vorkonstruierten Decks, und es ist das, was auf den meisten lokalen Spieleabenden gespielt wird.
Was ist der Unterschied zwischen Legacy und Vintage?
Beide erlauben Karten aus jeder Erweiterung. Legacy schließt die stärksten Karten komplett aus. Vintage schließt weniger aus und setzt andere auf eine Liste eingeschränkter Karten, von denen du je ein Exemplar spielen darfst.
Was ist der Unterschied zwischen Standard und Pioneer?
Standard nutzt nur die neuesten Erweiterungen und rotiert die ältesten einmal im Jahr heraus. Pioneer rotiert nie: Jede Erweiterung ab Return to Ravnica bleibt legal.
Wie viele Karten hat ein Commander-Deck?
Genau 100 Karten, deinen Commander mitgezählt (Regel 903.5a). Abgesehen von Standardländern hat jede Karte einen anderen Namen.
Ist Brawl auf MTG Arena dasselbe wie Commander?
Fast. Brawl auf Arena ist ein 1-gegen-1-Format mit 100 Karten und 25 Startlebenspunkten, gespielt mit den Karten, die es auf Arena gibt. Brawl nutzt die Regel für Commander-Schaden nicht (Regel 903.12h).